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Angst- und Panikattacken



Angst hat vielerlei Ursachen. Zum einen gibt es Angst bezüglich körperlicher Symptome wie beispielsweise Angina Pectoris, Herzinfarkt, beschleunigtem Puls und anderem.

Meist hat Angst jedoch einen psychischen Aspekt.

Angst an sich ist grundsätzlich eine Reaktion unseres autonomen Nervensystems (Unterbewusstsein). D.h., wird unser autonomes Nervensystem unsicher oder vermutet Gefahr, werden biologische Prozesse in Gang gesetzt. Der Körper setzt Stresshormone frei, die uns Angst empfinden lassen.

Angst ist also eine chemische Reaktion, die in unseren Körper Gefühle der Ohnmacht und Hilflosigkeit auslöst. Da man in der Regel nie gelernt hat, wie man mit solchen Stresssituation umzugehen hat, entsteht in der nächsten Stufe Panik. Panik bzw. Panikattacken sind eine sehr schnell ansteigende Angst, die nicht verstanden und oder gelöst werden konnte. Zu Panikattacken kommt es also nur, wenn der Körper sich einbildet, jeden Moment sterben zu können/müssen.

Demnach ist es wichtig und essenziell zu verstehen, dass Angst nur dann zum Problem wird, wenn der Mensch nie gelernt und verstanden hat, dass es sich um biochemische Prozesse handelt, die aufgrund der Unbewusstheit entstehen und weiter laufen.

Ein Beispiel:

Hat ein Mensch gelernt, Angst bringt körperliche Sensationen mit sich, wie zum Beispiel Druck in der Magengegend, Brechreiz, Druck auf der Brust, flache und schnelle Atmung, Kloß im Hals usw., dann wird er diese Symptome identifizieren und verstehen, dass sein Körper jetzt offensichtlich unter Angst leidet.

Wenn man nun seine Augen besonders weit öffnen würde, um nachzusehen, ob diese Angst berechtigt und realistisch ist, wie beispielsweise dann, wenn man auf Zuggleisen stehen und ein Zug sich nähern würde, hätte es sich gelohnt, die Angst ernst zu nehmen und auf die Seite zu gehen.

Ist aber tatsächlich keine äußere Gefahr vorhanden, muss man sich klarmachen, dass diese Angst im Unterbewusstsein abläuft.

Das bedeutet, unser Unterbewusstsein hat irgendetwas entdeckt, was es für real und lebensbedrohlich erachtet, und jetzt die körperlichen Prozesse wie die Stresshormonausschüttung  in Gang setzt. Ob das nun Angst vor einer Prüfung, Angst vor einer Präsentation oder Angst, die plötzlich im Streit oder nach einem Streit auftaucht, ist unerheblich, denn unser autonomes Nervensystem geht von einer realen Gefahr aus, und wird mindestens eine der drei Mechanismen, die in einer solchen Situation nur noch machbar sind, starten. Diese Mechanismen werden vom Stammhirn (Reptilhirn) gesteuert. Es handelt sich um autonome Reaktionen wie entweder fliehen, angreifen oder erstarren.

Hat man erst einmal verstanden, dass es sich um unbewusste autonome Reaktionen des Körpers handelt, die total unrealistisch und überzogen sind, man seine Angstsymptome kennen und sich von ihnen nicht mehr in die Irre führen lässt, hat man die Möglichkeit, sofort einzugreifen:

Eine kontrollierte Atmung (tiefere bewusste Atmung) teilt dem Organismus sofort mit, dass man das Kommando übernimmt und er mit dem Stress aufhören kann. Als Krisenintervention schon mal sehr hilfreich!

Natürlich ist es wichtig zu verstehen, dass diese Ängste durch alte Verletzungen in der Vergangenheit zustande kommen. Diese müssen, wenn man angstfrei sein oder Angst besser handhaben können möchte, in einer Therapie aufgearbeitet und gelöst werden.

Wie oben geschrieben kommt es zu Panikattacken nur dann, wenn die darunter liegende Angst nicht ernst genommen wurde oder das darunterliegende Trauma sehr stark ist.

Panikattacken bedeuten immer ein unbewusstes, starkes Trauma und bisher nicht gelöste Ängste.

Dauerhafte Angst führt unweigerlich zu Krankheiten.

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